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Buch

Folgt man der Steigerwaldhöhenstraße (Staatsstraße 2258) in südlicher Richtung von Ebrach nach Geiselwind, gelangt man nach etwa vier Kilometern in den idyllischen Ortsteil Buch, nach dem markanten Anblick der St. Rochus-Kirche rechts neben der Straße. 

Noch immer prägt hier die Landwirtschaft das Bild: Rund ein Drittel der Familien bewirtschaftet Felder und Wälder – teils im Voll-, teils im Nebenerwerb – und sorgt so dafür, dass das ländliche Leben lebendig bleibt.

Bis zur Gebietsreform war Buch eine eigenständige Gemeinde, zu der auch die Ortsteile Hof und Winkelhof gehörten. Die St. Rochus-Kirche, heute eine Filialkirche der Pfarrei Ebrach, ist ein gemeinsamer Treffpunkt der Gläubigen aus Groß- und Kleingressingen, die hier ihre kirchlichen Feste zusammen feiern und Traditionen lebendig halten.

Bereits 1954 entstand hier eine gemeinsame Volksschule, die das Bildungsangebot der Region stärkte. Heute wird das historische Gebäude als Vereinsheim genutzt und bleibt ein zentraler Ort des gemeinschaftlichen Lebens – ein lebendiges Bindeglied zwischen Geschichte, Kultur und Nachbarschaft in Buch.

Eberau

Der Ortsteil Eberau liegt idyllisch im Tal der Mittleren Ebrach und zugleich verkehrsgünstig direkt an der Bundesstraße 22. 

Diese Lage verbindet ländliche Ruhe mit guter Erreichbarkeit und macht den kleinen Ort zu einem lebendigen Bestandteil der Gemeinde Ebrach.

Rund 130 Menschen leben derzeit in Eberau. Trotz seiner überschaubaren Größe zeichnet sich der Ort durch eine aktive Wirtschaftsstruktur aus. Mehrere ansässige Betriebe prägen das Ortsleben und bieten Arbeitsplätze in der Region. Dazu gehört unter anderem die Gradinenfabrik Schmidt, die Schreinerei Schubert sowie eine Steuerkanzlei.

Auch im Bereich Freizeit und Gesundheit hat Eberau einiges zu bieten. Ein Fitness-Studio mit vielfältigen Trainings- und Kursangeboten ergänzt das Angebot vor Ort und wird nicht nur von Einheimischen, sondern auch von Menschen aus der Umgebung genutzt. Dadurch entsteht ein lebendiger Treffpunkt, der Bewegung, Begegnung und Gemeinschaft miteinander verbindet.

Ebrach

Mitten im idyllischen Naturpark Steigerwald, eingebettet in eine waldreiche Hügellandschaft, liegt der Markt Ebrach. 

Überragt wird der Ort von der eindrucksvollen ehemaligen Klosteranlage, die das Ortsbild bis heute prägt und der Gemeinde ihren ganz besonderen Charakter verleiht.

Ihre Geschichte reicht weit zurück: Im Jahr 1127 gründete der fränkische Adelige Berno von Eberstein hier ein Zisterzienserkloster. Herzstück der Anlage ist die imposante Klosterkirche mit ihrer berühmten, farbenprächtigen Fensterrosette – ein kunsthistorisches Meisterwerk, das als eines der bedeutendsten Beispiele frühgotischer Baukunst in Deutschland gilt.

Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt auf einer Höhe von etwa 342 bis 360 Metern und zählt rund 1.930 Einwohner. Wälder beginnen praktisch direkt am Ortsrand und laden zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen ein. Gepflegte Park- und Gartenanlagen, zahlreiche kunsthistorische Gebäude sowie ein dichtes Netz markierter Wanderwege machen Ebrach zu einem beliebten Ziel für Natur- und Kulturliebhaber. Ein Naturbad sorgt zusätzlich für Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten in den Sommermonaten.

Trotz der ruhigen Lage ist Ebrach gut angebunden. Die nächstgelegenen Bahnhöfe befinden sich in Bamberg (ca. 35 km) und Würzburg (ca. 45 km) und sind bequem per Bus erreichbar. Auch die größeren Städte Bamberg, Würzburg, Schweinfurt und Nürnberg liegen in gut erreichbarer Entfernung.

Für die medizinische Versorgung stehen im Ort ein Arzt, Zahnarzt und eine Apotheke zur Verfügung. Krankenhäuser befinden sich in der näheren Umgebung, unter anderem in Burgebrach und Gerolzhofen. So verbindet Ebrach auf angenehme Weise naturnahe Ruhe, geschichtsträchtige Architektur und eine solide Infrastruktur.

Großbirkach

Die beiden Ortsteile Großbirkach und Kleinbirkach bilden den südlichsten Teil des Marktes Ebrach. 

Eingebettet in die Wälder des Naturpark Steigerwald liegt die kleine Ortschaft in einer Gegend, die nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch historisch besonders ist.

Unweit des Dorfes befand sich bis zur Gebietsreform von 1972 am sogenannten „alten Dreifrankenstein“ ein bemerkenswerter Punkt: Hier trafen die drei fränkischen Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken und Unterfranken aufeinander. Als Erinnerung daran steht noch heute eine markante Sandsäule aus dem Jahr 1892 im Wald. Über Wanderwege ist sie weiterhin gut erreichbar und ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Geschichtsinteressierte.

Das Leben in Großbirkach ist bis heute stark von Landwirtschaft und Forstwirtschaft geprägt. Die umgebenden Felder, Wiesen und Wälder bestimmen das Landschaftsbild ebenso wie den Alltag vieler Bewohner und verleihen dem Ort seine ruhige, bodenständige Atmosphäre.

Hoch über dem Dorf erhebt sich ein besonderes fränkisches Kleinod: die romanische Kirche St. Johannis. Sie steht am höchsten Punkt des Ortes und prägt schon von weitem das Bild der Landschaft. Von hier eröffnet sich Besuchern und Wanderern ein weiter, beeindruckender Blick über die Hügel und Wälder des Steigerwalds – ein Ort der Ruhe, der Geschichte und der besonderen Perspektiven.

Großgressingen

Der Ortsteil Großgressingen ist historisch eng mit dem ehemaligen Zisterzienserkloster in Ebrach verbunden. 

Über viele Jahrhunderte hinweg befand sich das Dorf im Besitz des Klosters und war Teil seines weitreichenden Grundherrschaftsgebiets.

Für die Bewohner bedeutete das damals vor allem eines: Die Bauern von Großgressingen waren verpflichtet, den sogenannten Zehnt an das Kloster zu entrichten. Diese Abgaben prägten das wirtschaftliche und soziale Leben im Dorf über lange Zeit. Landwirtschaftliche Strukturen, Flurformen und Besitzverhältnisse entwickelten sich unter diesem Einfluss – Spuren davon lassen sich bis heute im Ortsbild und in der Geschichte der Gemeinde erkennen.

Wer tiefer in die Vergangenheit des Dorfes eintauchen möchte, findet viele weitere spannende Details in einer ausführlichen Chronik. Eine erweiterte Geschichte von Großgressingen steht hier als PDF zum Download bereit.

Hof

Der Ortsteil Hof liegt rund sechs Kilometer südwestlich des Marktes Ebrach auf den Höhen des Steigerwald. 

Zu erreichen ist das kleine Dorf über die Staatsstraße 2258 in Richtung Geiselwind. Am Ortsende von Buch zweigt eine Gemeindeverbindungsstraße ab, die hinauf auf die Hochfläche führt – dorthin, wo sich weite Ausblicke und eine besonders ruhige Landschaft eröffnen.

Mit etwa 485 Metern über dem Meeresspiegel ist Hof der höchstgelegene landwirtschaftlich genutzte Ort im Steigerwald. Nur der nahe gelegene Zabelstein ragt mit 494 Metern noch etwas höher auf. Durch diese exponierte Lage wirkt das Dorf fast wie ein Balkon über der Region: Felder, Wälder und Fernblicke prägen das Bild und vermitteln ein Gefühl von Weite und Ursprünglichkeit.

Gleich am Ortseingang begrüßt das sogenannte „Höfer Käppele“ Besucher und Wanderer. Die kleine Kapelle ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein stiller Zeuge der langen Geschichte dieser Höhenlage. Denn unweit von Hof verlief einst eine bedeutende Altstraße – die sogenannte Hochstraße von Frankfurt über Würzburg nach Forchheim. Sie war über viele Jahrhunderte eine wichtige Verkehrs- und Handelsverbindung durch Franken.

An dieser strategisch günstigen Stelle stand bereits vor mehr als 1200 Jahren ein Wachturm. Von hier aus konnten Beobachter den Mainübergang bei Stadtschwarzach kontrollieren und den Blick weit über das Land schweifen lassen – bei klarer Sicht sogar bis zur Altenburg bei Bamberg. Der Turm diente also nicht nur der Orientierung, sondern auch der Sicherung der wichtigen Handelsroute.

Als der Wachturm später seine Bedeutung verlor, fanden seine Steine eine neue Bestimmung: Aus ihnen wurde das „Höfer Käppele“ errichtet, das bis heute am Dorfrand steht. So verbindet dieser kleine Bau auf besondere Weise Vergangenheit und Gegenwart – und erinnert daran, dass dieser scheinbar ruhige Ort einst Teil einer bedeutenden europäischen Verkehrsachse war.

Kleingressingen

Der kleine Ortsteil Kleingressingen gehört zum Markt Ebrach und liegt rund 5,2 Kilometer südwestlich des Hauptortes. 

Abseits größerer Verkehrswege, eingebettet in die ruhige Landschaft des Steigerwald, hat sich der Ort seinen besonders ursprünglichen und idyllischen Charakter bewahrt.

Gerade diese periphere Lage macht den Reiz Kleingressingens aus. Sanfte Hügel, Felder und Wälder prägen die Umgebung und verleihen dem Dorf eine angenehme Ruhe fernab von Hektik und Durchgangsverkehr. Wer hier ankommt, spürt schnell die besondere Atmosphäre eines kleinen fränkischen Weilers, in dem Natur und dörfliches Leben eng miteinander verbunden sind.

Rund 35 Menschen leben derzeit in Kleingressingen. Die überschaubare Größe sorgt für eine enge Gemeinschaft, in der man sich kennt und Zusammenhalt selbstverständlich ist. Tradition, Nachbarschaft und die Verbundenheit zur Landschaft prägen den Alltag ebenso wie die landwirtschaftlich geprägte Umgebung.

Neudorf

Der Ortsteil Neudorf bei Ebrach liegt nördlich des Marktes Ebrach, mitten in der waldreichen Landschaft des Steigerwald. 

Umgeben von Feldern, Wiesen und ausgedehnten Waldflächen hat sich der kleine Ort seinen ruhigen, dörflichen Charakter bewahrt und ist ein typisches Beispiel für die idyllischen Siedlungen dieser Region.

Den Mittelpunkt des Dorflebens bildet die im Jahr 1878 errichtete Herz-Jesu-Kirche. Das Gotteshaus gehört dem Markt Ebrach und prägt mit seinem schlichten, aber markanten Erscheinungsbild das Ortsbild. Seit Generationen ist die Kirche nicht nur ein religiöser Ort, sondern auch ein Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft – ein Platz für Feste, Begegnungen und gemeinsame Erinnerungen.

In den vergangenen Jahren wurde die Kirche umfassend renoviert. Möglich wurde dies durch das Engagement der Marktgemeinde, durch zahlreiche Spenden sowie durch tatkräftige Eigenleistungen aus der Bevölkerung. Viele Bürgerinnen und Bürger packten selbst mit an und trugen dazu bei, das Gebäude sowohl außen als auch innen sorgfältig zu erneuern.

Durch diese gemeinschaftliche Anstrengung erstrahlt die Kirche heute in neuem Glanz und hat dem gesamten Dorf eine spürbare Aufwertung verliehen. Sie ist damit nicht nur ein historisches Bauwerk, sondern auch ein sichtbares Zeichen für den starken Zusammenhalt und den Stolz der Menschen in Neudorf.

Schmerb

Der Ortsteil Schmerb ist der kleinste Ortsteil des Marktes Ebrach und zählt heute gerade einmal vier Einwohner. 

Trotz seiner geringen Größe ist Schmerb ein Ort mit Geschichte und besonderem Charme, der seine Besucher durch Ruhe, Abgeschiedenheit und die Verbindung zur Natur fasziniert.

Historisch gesehen war Schmerb einmal ein deutlich größerer Ort. Über die Jahrhunderte hinweg ging die Siedlung jedoch zurück und entwickelte sich schließlich zu einer Wüstung. Spuren dieser Vergangenheit sind noch in der Struktur des Geländes und in alten Grundstücksgrenzen zu erkennen. Heute stehen dort lediglich vier Anwesen, die das Dorfleben prägen und den ursprünglichen Charakter des Ortes bewahren.

In unmittelbarer Nähe von Schmerb befindet sich zudem die malerische Wendelinskapelle. Die kleine Kapelle ist nicht nur ein stiller Zeuge vergangener Zeiten, sondern auch ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Wanderer. Sie lädt zu Momenten der Ruhe und Besinnung ein und verbindet auf besondere Weise Landschaft, Geschichte und Spiritualität.

Winkelhof

Der kleine Weiler Winkelhof liegt eingebettet in die sanften Täler des Steigerwald, umgeben von Wiesen, Fischteichen und dichten Wäldern. 

Westlich von Buch erstreckt sich der Talgrund des Steinachbachs, in dem Winkelhof wie ein kleines, verborgenes Juwel liegt. Die landschaftliche Idylle wird nur von einer kleinen Gruppe von vier Hofstellen unterbrochen, wobei insbesondere das Forsthaus und das vordere Fachwerkgebäude das charakteristische Bild des Weilers prägen.

Das Forsthaus hat eine ganz besondere Geschichte: Es entstand als Wasser- und Waldschlösschen unter den Herren von Thüngfeld und steht auf einer Art Insel, die nur über eine schmale Zufahrtsstraße erreichbar ist und ansonsten von einem Weiher umschlossen wird. Schon im Jahr 1421 gelangte der gesamte Weiler mitsamt den landwirtschaftlichen Flächen in den Besitz des Kloster Ebrach, was die enge Verbindung von Winkelhof zur klösterlichen Geschichte der Region begründet.

Zwei der ehemaligen Waldarbeiterwohnhäuser, darunter der markante Fachwerkbau am vorderen Ende des Weilers, befinden sich seit etwa zwanzig Jahren im Besitz der Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach und zeugen von der langen Tradition handwerklicher und landwirtschaftlicher Nutzung in dieser abgelegenen Ecke des Steigerwalds.

Der Name „Winkelhof“ geht auf die mittelalterliche bäuerliche Siedlung „Winkele“ zurück, die südlich des heutigen Weilers existierte, aber bereits im Mittelalter aufgelöst wurde. So erzählt der Ortsname von einer langen Geschichte, die den kleinen, abgeschiedenen Weiler mit den historischen Entwicklungen der Region verbindet.

Kleinbrikach

Der Ortsteil Kleinbirkach ist eng mit seinem Nachbarort Großbirkach verbunden und bildet gemeinsam mit ihm die südlichsten Siedlungen des Marktes Ebrach. 

Mit rund 30 Einwohnern zählt Kleinbirkach zu den kleineren, aber sehr charaktervollen Dörfern der Region. Die überschaubare Größe sorgt für ein starkes Gemeinschaftsgefühl, in dem Nachbarschaft und Zusammenhalt eine große Rolle spielen.

Historisch liegt Kleinbirkach an einem besonders markanten Punkt: Vor der Gebietsreform von 1972 trafen hier im nahegelegenen Wald am sogenannten „alten Dreifrankenstein“ die drei fränkischen Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken aufeinander. Die einstige Sandsäule aus dem Jahr 1892, die diesen Treffpunkt markierte, ist bis heute über Wanderwege erreichbar und zieht interessierte Besucher an. Sie ist ein lebendiges Zeugnis der historischen Bedeutung der Region und macht die Verbindung zwischen Geschichte, Natur und Landschaft erlebbar.

Landschaftlich und wirtschaftlich sind Klein- und Großbirkach stark von Landwirtschaft und Forstwirtschaft geprägt. Weite Felder, Wiesen und Wälder bestimmen das Ortsbild und bieten nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch einen hohen Naherholungswert. Diese traditionelle Nutzung der Landschaft hat das Dorfbild über Generationen hinweg geformt und vermittelt noch heute ein Gefühl von ländlicher Beständigkeit und Ruhe.